Papier ist geduldig, sagt der Volksmund immer dann, wenn etwas theoretisch gut klingt, aber in der Realität kaum Wirkung verspricht. Wir möchten Ihnen deshalb von der Praxis erzählen. Denn Praxis heißt: Hier muss sich das System beweisen.
Nehmen wir einmal an, Sie besäßen eine Großbäckerei. Großbäckereien verbrauchen täglich Unmengen an Energie, um Brote zu backen. Nun wissen wir alle, dass kaum ein Tag vergeht, ohne dass die Energiepreise explodieren: Energie ist quasi das neue Gold. Würden Sie nicht alles daran setzen, die zunehmenden Kosten in den Griff zu bekommen?
Im Fall des Branchenprimus „Ihr Bäcker Schüren“ setzten wir alles daran, wirklich alles mit Zählern auszustatten. Das Ergebnis unserer Bemühungen: ein hohes Energie-Bewusstsein im gesamten Unternehmen und eine zuverlässige Daten- und Faktenlage. Die ist nämlich ein Muss, um ein paar wenige, aber relevante Fragen zu beantworten: Wo können wir wirklich sparen? Wo verschleudern wir am meisten? Welche Maschinen müssen unbedingt ersetzt werden?
Wir antworteten in Form einer verblüffend naheliegenden Idee: Im Brot steckt nicht nur viel Korn, sondern auch jede Menge Energie. Warum diese nicht nutzen?
In der Tat bleiben täglich gewaltige Mengen an Brot in den Regalen liegen, weil man die Nachfrage schlicht und ergreifend nicht abschätzen kann. Sicher, ein Teil davon können gemeinnützige Organisationen verwerten. Aber was passiert mit dem Rest?
Die Lösung ist vergleichsweise simpel: Man ersetzedie alten Gasbrenner gegen eigens entwickelte Biomasse-Brenner. Die beheizen die Backöfen nicht genauso gut, sondern sogar besser.
Heute verheizt die Biobäckerei drei bis vier Tonnen Altbrot im Monat – zusammen mit nachwachsenden Holzpellets. Der Clou: Die Bäckerei spart nicht nur 50% ihrer Energiekosten, sondern stößt auch 91% weniger CO2 aus. Eine Tatsache, über die sich auch die PR-Abteilung freut.


